19. Mai 2025
144. Eintrag, Brienzwiler
Kaum zu Hause von den Ferien am Roten Meer, bin ich im Atelier und arbeite mit grosser Kraft und Intensität.
Nun ist sie fertig, die ‚Madonna‘ mit dem Jesuskind in den Armen. Was für ein Ausdruck und Liebreiz in ihrem Gesicht! Fast zwei Jahre lang habe ich gezögert, diese Arbeit anzugehen. Die Ferien gaben mir Distanz und Zeit, Kräfte zu sammeln.

Die Leute meinen oft, dass andere Kulturen und Länder einen Einfluss auf meine Arbeiten haben. Das ist nicht so. Meine ganze Inspiration kommt von meiner Seele. Wenn ich ins Atelier gehe, dann ist es wie ein Schalter, den ich umlege, vom ‘normalen’ Seylech zum Kunstschaffenden. Ich öffne meinen Geist und verbinde mich mit dem grossen Unsichtbaren.
Aber ja, natürlich waren es auch wunderbare Ferien. Eine Woche auf einem Schiff mit sehr guten und lieben Menschen, die zu Freunden wurden. Die Begegnungen mit den Delfinen waren aussergewöhnlich – das Herz ging weit auf. Aber auch das Schnorcheln am Korallenriff mit den unzähligen bunten, grossen und ganz kleinen Fischen freute mich ausserordentlich. Und diese Stille dort, tief im Meer – eine grosse Wohltat.
Aus dieser Stille schöpfe ich Kraft und setze sie um in Kunstwerke.
